Supervision als Begleitung in beruflichen Zusammenhängen

Supervision dient der zusätzlichen beruflichen Qualifizierung und bietet Ihnen einen geschützten Rahmen, um aktuelle berufliche Herausforderungen und Schwierigkeiten kontinuierlich zu reflektieren und zu bearbeiten. In diesem Prozess können sich innere Haltungen verändern und dann auch der Handlungsspielraum erweitert werden. Dies geschieht in wohlwollender und wertschätzender Atmosphäre.

Supervision eignet sich grundsätzlich für alle Berufsgruppen in den jeweiligen beruflichen Feldern.

Gerade für Mitarbeitende in sozialen Aufgabenbereichen wird Supervision aufgrund der Komplexität der Beziehungsebenen im Sinn einer klärenden und stützenden Außenperspektive gewünscht und als wichtige Hilfestellung erlebt.

Supervision begleitet Entwicklungsprozesse der Beteiligten und kann so auch für Sie persönlich bereichernd wirken.

Der jeweiligen Situation entsprechend kann das Format der Einzelsupervision oder der Gruppensupervision von Vorteil sein.

Einzelsupervision und Gruppensupervision

Im Mittelpunkt beider Supervisionsformen stehen die praxisbezogenen Fallberichte der Teilnehmenden. Dazu gehören die berufliche Aufgabe und Rolle, die Arbeit gebende Organisation, die berufsausübende Person, die beruflichen Beziehungen auf den verschiedenen Ebenen der bewussten und unbewussten Kommunikation sowie der Sinn- und Bedeutungszusammenhang des Erlebten.

Die Wahl der Methodik ist dabei vielfältig. Sie wird angeregt durch die Fokussierung der berichterstattenden Person und kann dem (gruppen-)dynamischen Prozess entsprechend erweitert werden.

Balintgruppenarbeit

In der Balintgruppenarbeit als spezieller Form der Supervision steht im Mittelpunkt, die/den Vortragende/n in der eigenen Beziehung zum „Fall“ wahrzunehmen, das bewusste und unbewusste seelische Konfliktgeschehen herauszuarbeiten mit dem Ziel, zwischen den Beteiligten Wege des Verstehens und der Verständigung zu finden. Hier liegt der Fokus auf dem Beziehungsgeschehen zwischen den Beteiligten mit Hilfe der Gruppe als Resonanzkörper.

Balintgruppenarbeit und Analytische Psychologie

Hier handelt es sich um ein integratives Modell der psychoanalytischen Ausrichtung nach M. Balint und der Analytischen Psychologie nach C. G. Jung.

Mit Hilfe der methodischen Schritte aus der Balintgruppenarbeit widmen wir uns den unbewussten Haltungen und Einsichten. Als wirkungsvolle Verstehenshilfen erweisen sich Assoziationen etwa in Form von Bildern, Symbolen, Gefühlen, Ideen und Phantasien, die sich durch den Fallbericht einstellen. Nach einer Phase der gemeinsamen Reflexion und Hypothesenbildung geht es dann abschließend darum, gemeinsam mögliche Perspektiven zu entwickeln. Ergänzend zur Fokussierung auf das Beziehungsgeschehen geht es auch hier um Schritte der Individuation aller Beteiligten auf dem Weg der Ganzwerdung (siehe: Wie ich meine Arbeit verstehe).